Was kommt nach dem Studium? Die Frage, die viele beschäftigt – und kaum jemand wirklich beantwortet
- Holger Klein

- 3. Juni
- 4 Min. Lesezeit
Seit der Veröffentlichung meines Buches Erfolgreiche Karriereplanung erhalte ich regelmäßig Nachrichten von meinen Studierenden. Unterschiedliche Universitäten, unterschiedliche Fachrichtungen, unterschiedliche Lebensläufe. Aber eine Gemeinsamkeit zieht sich durch fast alle dieser Gespräche: Das Studium nähert sich dem Ende – und die Frage, was danach kommt, bleibt unbeantwortet.
Nicht weil die Menschen keine Ideen hätten. Sondern weil sie nicht wissen, wie sie aus vielen möglichen Wegen den richtigen für sich herausarbeiten sollen.

Die Lücke zwischen Studium und Karriere
Das Studium bereitet auf viele Dinge vor. Auf fachliche Tiefe. Auf analytisches Denken. Auf Prüfungsleistungen und akademisches Arbeiten. Auf das, was Professoren und Studienpläne für wichtig halten. Was es in den seltensten Fällen leistet: eine klare Antwort auf die Frage, wer man beruflich sein möchte – und welche konkreten Schritte dorthin führen.
Studierende lernen viel. Aber sie lernen häufig nicht, ihre eigenen Stärken strategisch zu benennen, ihre Werte mit beruflichen Umfeldern abzugleichen oder einen Plan zu entwickeln, der wirklich zu ihnen passt – und nicht nur gut klingt.
Das Ergebnis: Viele bewerben sich auf das, was sich anbietet. Was Kommilitoninnen und Kommilitonen machen. Was auf LinkedIn gerade gehypt wird. Was die Eltern empfehlen. Oder was zumindest sicher erscheint. Wenn überhaupt beginnt damit eine Karriere, die funktioniert – aber nicht wirklich passt.
Warum ich einen Workshop entwickelt habe
Nach der Veröffentlichung meines Buches häuften sich die Anfragen. Viele Lesende wollten nicht nur Input – sie wollten Begleitung. Sie wollten jemanden, der mit ihnen gemeinsam herausarbeitet, was für sie persönlich der nächste sinnvolle Schritt ist. Nicht allgemein, sondern konkret. Nicht als Ratschlag, sondern als strukturierter Prozess.
Ich habe daraufhin einen Workshop entwickelt und ihn in einer ersten Phase mit Studierenden und Absolventinnen und Absolventen verschiedener Universitäten getestet. Unterschiedliche Studiengänge, unterschiedliche Ausgangssituationen, unterschiedliche Ziele. Was ich in dieser Testphase gelernt habe: Die Fragen sind erstaunlich ähnlich, aber die Antworten sind immer individuell. Genau deshalb funktioniert ein Gruppenformat für dieses Thema nicht. Was funktioniert, ist ein echtes 1:1 – mit dem Raum, tief in die eigene Situation einzutauchen.
Nach Optimierung und mehreren Durchläufen biete ich diesen Workshop jetzt allen an, die sich im Studium befinden oder kurz vor dem Abschluss stehen – und nach Klarheit suchen.
Was den Workshop ausmacht
Der Workshop findet in der Regel persönlich und vor Ort statt – bewusst so, weil das Gespräch Tiefe braucht, die ein Videocall selten erreicht. Er dauert rund vier Stunden und ist kein klassisches Coaching und kein Bewerbungstraining, sondern ein strukturierter Denkprozess, den ich gemeinsam mit der oder dem Teilnehmenden durchlaufe.
Im Mittelpunkt steht nicht die Frage „Was soll ich werden?", sondern: Wer bin ich bereits – und wo möchte ich hin, um daraus eine Richtung zu entwickeln, die wirklich zu mir passt?
Dafür schauen wir uns mehrere Ebenen an. Erstens die eigene Biografie: Welche Erfahrungen, Interessen und Muster ziehen sich durch das bisherige Leben? Was hat begeistert, was hat gelähmt? Zweitens die Stärken: Nicht das, was man gelernt hat, sondern das, womit man anderen tatsächlich nützt – oft sind das unterschiedliche Dinge. Drittens die Umgebung: Welche Arbeitsfelder, Unternehmensgrößen, Kulturen und Strukturen passen zu den eigenen Werten – und welche würden auf Dauer zermürben? Und schließlich die konkrete Planung: Welche nächsten Schritte sind realistisch, sinnvoll und umsetzbar? Was ist der erste Schritt, der morgen beginnen kann?
Das Ergebnis ist kein generischer Karriereplan. Es ist ein individueller Fahrplan, der aus der eigenen Situation heraus entwickelt wurde.
Was in der Testphase deutlich wurde
In der Arbeit mit Studierenden verschiedener Universitäten haben sich einige Muster immer wieder gezeigt.
Viele unterschätzen systematisch, was sie bereits können. Wer drei, vier, fünf Jahre studiert, Praktika absolviert, Werkstudentenjobs gemacht und Projekte umgesetzt hat, bringt mehr mit, als er oder sie selbst sieht. Ein Teil des Workshops besteht darin, diese blinden Flecken sichtbar zu machen.
Gleichzeitig überschätzen viele, wie klar andere wissen, wohin sie wollen. Der Eindruck, alle anderen hätten einen Plan und man selbst nicht, ist trügerisch. Die meisten tasten sich vor – nur tun sie das still.
Und schließlich: Klarheit entsteht nicht durch mehr Nachdenken allein. Sie entsteht im Gespräch. Im Prozess. Durch die richtigen Fragen zur richtigen Zeit.
Für wen dieser Workshop gedacht ist
Der Workshop richtet sich an Studierende im fortgeschrittenen Studium sowie an Absolventinnen und Absolventen, die sich an einem Wendepunkt befinden. Er ist keine Garantie für den perfekten Job. Er ist ein Angebot, die eigene Situation klarer zu sehen – und aus dieser Klarheit heraus gezielter zu handeln. Quasi um seine eigene Landkarte zu zeichen.
Wenn du weißt, was du willst, und nur noch einen Job suchst, ist dieser Workshop das Falsche für dich. Wenn du aber das Gefühl hast, dass du noch nicht wirklich weißt, wohin du willst – oder weißt, was du nicht willst, aber nicht, was stattdessen –, dann ist er genau das Richtige.
Was Klarheit wert ist
Ich habe in meiner Arbeit mit Führungskräften und Unternehmen eines gelernt: Wer früh in seiner Karriere weiß, wer er ist und wohin er will, trifft bessere Entscheidungen. Er bewirbt sich auf die richtigen Stellen. Er verliert weniger Zeit mit Umwegen. Er kann auch in schwierigen Phasen Orientierung behalten.
Das ist keine Selbstoptimierung um der Optimierung willen. Es ist strategische Klarheit – und die ist, je früher man sie entwickelt, desto wertvoller.
Wer jetzt kurz vor dem Ende seines Studiums steht, hat genau den richtigen Moment, um sich diese Fragen ernsthaft zu stellen. Nicht nach dem ersten Job. Nicht nach dem ersten Rückschlag. Jetzt.
Wenn du dir nicht sicher bist, ob dieser Workshop für dich passt, sprich mich an. Ein erstes Gespräch kostet nichts – außer Zeit. Und ein bisschen Mut, ehrlich mit sich selbst zu sein.




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