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11 Monate für den „letzten Meter“: Was meine Glasfaser-Odysee über Deutschland verrät.

Es ist vollbracht. Zum 22. Januar wird mein Glasfaseranschluss endlich aktiv. Den Auftrag dafür hatte ich im Februar 2025 erteilt. Das Absurde dabei: Das Leerrohr lag bereits in meinem Haus. Die teuerste und aufwendigste Infrastruktur war vorhanden, doch es flossen keine Daten. Es fehlte nur noch der finale Schritt. Doch zwischen Auftrag und Ausführung lagen 325 Tage voller bürokratischer Stillhalteabkommen und intransparenter Abläufe. 11 Monate lang passierte – trotz vorhandener Basis – schlichtweg nichts.


Dieses Erlebnis lässt sich perfekt auf viele deutsche Unternehmen übertragen. Oft ist das „Rohr“ – also das Produkt, die Dienstleistung oder das Know-how – längst vorhanden und von exzellenter Qualität. Doch der Anschluss zum Markt, die sprichwörtliche „letzte Meile“ zum Kunden, bleibt leer. Warum? Weil die internen Prozesse zu starr und die Vertriebswege nicht effizient genug sind.



Digitale Transformation ist kein „Vielleicht

Wie ich bereits in meinem letzten Artikel erwähnte, gingen in Deutschland in 2025 täglich 48 Unternehmen insolvent. Das waren ca. 17.600 Schicksale - so viele wie seit Jahzehnten nicht mehr. Im übertragenden Sinne können wir es uns schlichtweg nicht mehr leisten, 11 Monate auf Ergebnisse zu warten.

Wenn die Infrastruktur da ist, aber kein Signal fließt, verdient man kein Geld. Im Business bedeutet das: Wenn Sie ein hervorragendes Produkt haben, aber Ihr Vertrieb dieses nicht mit Hochgeschwindigkeit zum Kunden bringt, wird aus Potenzial ganz schnell eine Unternehmenskrise.


Viele der Unternehmen in Deutschland scheitern nicht an mangelnder Qualität. Sie scheitern, weil sie die digitale Brücke zum Kunden nicht schlagen. Sie besitzen zwar das „Leerrohr“, füllen es aber nicht mit Leben.

In meiner Beratung stelle ich immer wieder fest: Digitale Transformation wird oft als lästiges IT-Projekt missverstanden, statt als Überlebensstrategie im Vertrieb. Wer heute noch versucht, mit analogen Methoden und langsamen Prozessen in einem digitalen Markt zu bestehen, verliert den Anschluss – genau wie ich fast ein Jahr auf mein Glasfaser warten musste.


Die Lösung: Den „Anschluss“ beschleunigen

Als Berater sehe ich meine Aufgabe darin, genau diese „Wartezeiten“ im Vertrieb meiner Kunden zu eliminieren. Wir können nicht darauf warten, dass die staatlichen Rahmenbedingungen über Nacht perfekt werden. Wir müssen innerhalb der Unternehmen dafür sorgen, dass der Vertrieb „steht“.

  • Vertriebsoptimierung als Turbo: Ich sorge dafür, dass Ihr Glasfaserkabel (Ihr Produkt) sofort beim Kunden ankommt, sobald das Rohr (der Markt) bereit ist.

  • Kapital durch Klarheit: Ein digitalisierter, schneller Vertrieb zieht Investoren an. Niemand investiert in ein Unternehmen, das 11 Monate braucht, um handlungsfähig zu sein.

  • 80 % Förderung: Auch hier gilt – der Staat bezuschusst meine Beratung mit bis zu 80 %, um genau diese Effizienzsteigerungen im Mittelstand zu erzwingen.


Das Drama der Inkonsequenz

Der Mittelstand blutet oft im Stillen, während Großkonzerne ihren Stellenabbau medial wirksam mit Abfindungen inszenieren. Das eigentliche Drama ist jedoch die Inkonsequenz:

  • Man investiert in Software, nutzt aber weiterhin Excel-Listen.

  • Man schaltet Anzeigen, hat aber keinen digitalen Prozess, um Leads zeitnah abzuschließen.

  • Man wartet auf den „perfekten Moment“, während die Konkurrenz bereits mit Lichtgeschwindigkeit vorbeizieht.

Diese Inkonsequenz ist gefährlich. Ein Vertrieb, der nicht digital „atmet“, ist für Investoren und Banken uninteressant. Frisches Kapital fließt dorthin, wo Prozesse skalierbar und messbar sind.


Fazit: Hören Sie auf darauf zu warten, dass sich das Umfeld ändert

Meine Glasfaser-Odysee hat mir gezeigt: Wer wartet, verliert Zeit, Geld und Nerven. Im Business kann diese Wartezeit tödlich sein. Lassen Sie uns sicherstellen, dass Ihr Unternehmen nicht nur ein „Leitungsrohr“ besitzt, sondern dass die Daten – und damit die Umsätze – mit Lichtgeschwindigkeit fließen.


 
 
 

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